


| | | Ausgabe vom 04. September 2010 |

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| Kirchweih in Sand.
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Jubiläum des KGV Krum.
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Die „Bugwelle“ ist fast abgebaut
Verbesserte Situation auf dem Ausbildungsmarkt – Landratsamt stellt elf neue Azubis ein
<Von Jochen Bopp <

HASSFURT. Die verminderte Zahl an Schulabgängern – bundesweit im Durchschnitt minus zehn Prozent und ähnlich im Landkreis Haßberge – hat automatisch dazu geführt, dass die Engpässe auf dem Ausbildungsmarkt geringer geworden sind. „Die Situation hat sich weiter verbessert, die Bugwelle an jungen Leuten, die mangels Ausbildungsplatz in den letzten Jahren erst einmal in Qualifikationsmaßnahmen gehen mussten, ist weitgehend abgebaut“, erklärte Landrat Rudolf Handwerker zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres.
Es gab zwar einen leichten Rückgang bei den angebotenen Stellen, größer jedoch war der Rückgang bei den Bewerbungen. Von 782 Bewerbern für einen Ausbildungsplatz im Landkreis haben nach den Erhebungen der Agentur für Arbeit bereits im August 512 eine Stelle bekommen. Das sind 65 Prozent. Diese Zahl steht nur für diejenigen, die eine Bewerbung auch über die Agentur ablaufen ließen. Zwölf Prozent haben sich entschieden, eine weiterführende Schule zu besuchen, vier Prozent mündeten in Qualifizierungsmaßnahmen und sechs Prozent in eine Berufsvorbereitung.
Zu den größeren Arbeitgebern auf dem Ausbildungssektor gehört auch das Landratsamt selbst mit aktuell 31 Jugendlichen. Dazu kommen noch 37 Schülerinnen und Schüler in der Berufsfachschule für Krankenpflege an den Haßberg-Kliniken.
„Ich habe etwa zwanzig Bewerbungen geschrieben, aber das Landratsamt hat ziemlich schnell Bescheid gesagt und mit mir einen Einstellungstest gemacht, so dass ich alle anderen Angebote rasch absagen konnte“, schilderte eine glückliche Sina Kooske aus Ebelsbach. Die 16-Jährige kann jetzt eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten machen und kann sich „eigentlich gut vorstellen, dass ich das dann ein berufliches Leben lang mache“. Sie erwartet, dass die Arbeit ihr „Spaß macht“ und sie sich mit all den Leuten gut versteht.
Sina Kooske ist eine von elf neuen Azubis, die jetzt neu vom Landratsamt aufgenommen wurden. Mit ihr sind es noch Maximilian Reinhardt aus Haßfurt (Verwaltungsfach), Dominik Werner aus Laub (Fachinformatik), Franziska Albert aus Aidhausen (Bibliotheks- und Informationszentrum), Carina Beutel aus Untertheres, Sophia Hofmann aus Aidhausen, Dac Tung Vu auch Zeil und Julia Schoppel aus Frickendorf (Köchin/Koch an der Klinik). In einem Monat zum 1. Oktober werden noch Eva Reisenbüchler aus Knetzgau, Alexandra Renner aus Bamberg und Anja Utzmann aus Lisberg als Beamtenanwärter im gehobenen, nichttechnischen Verwealtungsdienst ihre Ausbildung beginnen.
Zusätzlich wurden noch zwölf neue Schülerinnen an der Krankenpflegeschule aufgenommen. Sie alle sollten keine Angst vor „der Fülle der vielen neuen Gesichter haben, mit denen Sie es jetzt zu tun haben werden“, beruhigte der Landrat. Handwerker machte ihnen bei der Begrüßung aber auch klar, wie wichtig es für ihn die Freundlichkeit ist, die sie an den tag legen sollten: „Wir sind quasi ein Monopolbetrieb und daher besonders verpflichtet, den Bürgern zu helfen, auf sie zuzugehen.“
In den größten Teil der 251 Leistungen, die im Landratsamt zu erfüllen sind, hat Viktoria Geipel aus Haßfurt schon Einblick nehmen können. Sie hat wie vier andere junge Damen und Herren (die übernommen wurden) genau jetzt ihre Ausbildung abschließen und ihre Urkunde als Kauffrau für Bürokommunikation in Empfang nehmen können. Die 20-Jährige ist jetzt in der Kanzlei (Bürgerbüro, Posteingang) sozusagen die Nachfolgerin des beinahe schon legendären Heinz Hetterich. „Zumindest für ein Jahr“, meinte sie. In den vergangenen drei Jahren „war ich in jedem Fachgebiet und habe überall einen, zumindest kleinen Einblick gewonnen“, sagte sie. Ob die Ausbildung schwierig war? „Es ging“, lachte Viktoria Geipel, „vor allem das zweite Lehrjahr war schwierig wegen des extrem großen Unterrichtsstoffs an der Berufsschule in Schweinfurt“.
Auf Platz acht in Bayern
Übernommen wie sie wurden auch Anke Zenn aus Königsberg (Bürokommunikation), Martin Förster aus Lendershausen, Monika Wörtmann aus Obertheres (Verwaltungsfachangestellte) und Florian Schneider aus Altershausen (Fachinformatiker). Heribert Derleth, der Personalratsvorsitzende am Landratsamt, konnte unter Beifallskundgebungen von guten bis sehr guten Prüfungsergebnissen berichten: „Wir liegen damit auf dem achten Platz in ganz Bayern!“ An 30. September werden zudem auch noch zehn Schüler/innen ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Krankenpflege beenden.
Im Bild: Das Landratsamt wird für neue Azubis und Ausgelernte die berufliche Heimat. Bei der Begrüßung waren ihre Chefs dabei. Von links: Landrat Rudolf Handwerker, Dac Tung Vu, BIZ-Leiterin Amelie Ebert, Dominik Werner, Geschäftsführer Horst Hofmann, Carina Beutel, Monika Wörtmann, IT-Leiter Andreas Hoh, Franziska Albert, Anke Zenn, Sina Kooske, Martin Förster, Sophia Hofmann, Klinik-Vorstand Stefan Kolck, Viktoria Geipel, Julia Schoppel, Florian Schneider, Maximilian Reinhardt, Personalratsvorsitzender Heribert Derleth, Jugendvertreterin Katharina Hymon und Sandra Elflein vom Personalrat. Foto: Jochen Bopp
Im Bild: Viktoria Geipel (links) und Sina Kooske (rechts). Foto: Jochen Bopp


